Erwinsdate

NWErwinsdate, das Dating Portal der Neuen Westfälischen, ist nun komplett auf ein neues kostenpflichtiges System umgezogen. Für ein Abonnement auf dem neuen Portal muss man zwischen 6 € für eine Woche bis zu 78 € für 12 Monate bezahlen. Das derzeit noch moderate Preismodell wird jedoch stark vom Erfolg des Portals abhängen.

Wer steckt hinter dem neuen Portal: TheDatingLab ist der neue Betreiber des Portals. Das Geschäftsmodell von Neue Westfälische und TheDatingLab basiert scheinbar auf einem Win-Win Ansatz. Das heißt, die Gewinne werden zwischen den Partnern geteilt.

Obgleich die Neue Westfälische die neue Seite massiv mit sogenannte Widgets in der Seitenleiste ihres Online-Auftritts bewirbt (siehe Bild), scheint der Transfer der alten Nutzer auf das neue Portal nicht geglückt zu sein. Denn es wird nicht mit der derzeitigen Mitgliederzahl geworben, sondern mit der maximalen Anzahl von Mitgliedern, die Erwinsdate jemals erreicht hat: „Über 18.000 Menschen haben Erwins Date bereits genutzt!“. Wie viel das Portal derzeit nutzen, geht daraus nicht hervor.

Das es auch anders geht, zeigt la blue: La blue ist die kostenlose Alternative mit kostenlosem Mail- und Chat-System, das m. E. auch weitaus ausgereifter als das alte System von ErwinsDate ist.
„Kennen lernen, mailen, sicher chatten – und das dauerhaft absolut kostenlos, da werbefinanziert.“ – so lautet der Slogan von la blue
Die Anmeldung bei la blue ist relativ simple und in 2 Minuten erledigt:

ErwinsDate wird von neuem Betreiber übernommen
Finger weg von diesem neuen Portal!

Unter der Überschrift „erwinsdate.de bekommt ein neues Gesicht – Neues Layout und viele neue Funktionen“ verkauft der Zeitungsverlag Neue Westfälische die Übernahme des zur Zeit noch kostenlosen Dating-Portals durch den britische Betreiber „The Dating Lab
Es wird der Anschein erweckt, dass alles beim Alten bleibt, und lediglich für die neuen, zusätzlichen Funktionen wie zum Beispiel „Chat“ Kosten entstehen.

Zitat: „Nach wie vor kannst Du kostenfrei Dein Profil anlegen, Partnervorschläge erhalten und per Kurztext Kontakt zu Mitgliedern aufnehmen.“

Die „Kurztexte“ sind jedoch nicht die altbekannten Mails, mit der Mann/ Frau sich verabreden oder Kontaktinformationen austauschen konnte, sondern lediglich „vorgegebene“ bzw. „vorgefertigte“ Einzeiler, die Mann/ Frau nicht anpassen kann – zum Beispiel „Hallo. Ich glaub, Du suchst nach mir.“

Für den Versand von privaten Nachrichten muss man ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen. Die Preise auf dem neuen ErwinsDate-Portal sind zwar weitaus moderater (6 Monate für 45 €) als zum Beispiel bei Neu.de (6 Monate für 89,40 €), gleichwohl  sind Preise ja nicht in Stein gemeißelt und werden sich an dem Erfolg des Portals orientieren.
Außerdem sind jegliche Kontaktinformationen im Profil verboten:
„Sie verpflichten sich, in Ihrem Profil oder in sonstigen Angaben, die Sie auf der Seite veröffentlichen oder in einer Unterhaltung, die Sie über die Seite mit anderen Nutzern führen, die Sie zuvor noch nicht kontaktiert hatten, keinerlei Angaben zu machen, die es ermöglichen, Sie persönlich zu identifizieren oder zu kontaktieren (außer über die Dienste), unter anderem einschließlich Ihres Nachnamens, Ihrer Post- oder E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder anderer Internetadresse, unter der solche Angaben über Sie gefunden werden können.“

 

Dies war zwar ähnlich auch in den AGBs des Zeitungsverlags Neue Westfälische zu finden, gleichwohl hatte man unter diesem Betreiber die Möglichkeit kostenlos Mails zu versenden. Außerdem setzte der Verlag diesen Passus nicht wirklich ernsthaft durch.

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