FameLab Germany Finale

FameLab2014-470Es war ein unterhaltsamer und zum Teil informativer Abend im Audimax der Universität Bielefeld. Beim gestrigen FameLab-Finale wurde entschieden, wer die Bundesrepublik beim internationalen FameLab-Wettbewerb in Cheltenham in Schottland vertritt.

Bei dem Talentwettbewerb haben Nachwuchswissenschaftler nur drei Minuten Zeit, um ihre komplexen Forschungsthemen verständlich und unterhaltsam auf der Bühne zu präsentieren: Content + Clarity + Charisma sind die drei Bewertungskriterien.

And the winner is … Anna Stöckl. Sie überzeugte mit einem Vortrag zum Thema „Warum die Motte auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut sehen kann“. Leider war der Vortrag zu kurz, um zu entscheiden, ob ihre Forschung auf dem Konzept der Autopoiesis von Humberto Maturana und Francisco J. Varela gründet.

„Nur“ den zweiten Platz belegte leider Jordi Casanellas (Gravitationsphysik). Er war mein persönlicher Favorit. Den Publikumspreis bekam Michael Büker. Er stellte bekannte Modelle zur Entwicklung des Universums souverän auf komödiantische Weise vor.

Kritisieren muss man leider mal wieder die schlechte technische Ausstattung der Uni Bielefeld. Hinzu kam dann noch eine unterdurchschnittliche technische Begleitung des gestrigen Abends. Auch die vielen Plattitüden des Moderadtors kamen einem irgendwann zu den Ohren heraus. Diese wirken gerade in einem quasi oder tatsächlichen populärwissenschaftlichen Kontext deplatziert.

Die FameLab-Jury bemühte sich den Kriterien einer guten Jury des Privatfernsehens zu genügen. Das dem so war, belegt die Aussage eines Jury-Mitglieds, dass die Rolle des Dieter Bohle nicht besetzt sei. Meines Erachtens fehlten am gestrigen Abend dann doch ein Minimum an Kommunikationsstandards der „Science Community“.

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